Zum Inhalt
Anfrage mit Foto0171 67 52 549
MenüSchließen

Kronen­sicherung in Jüterbog, Nieder­görsdorf und Teltow-Fläming

Gurte und Seile halten bruchgefährdete Stämmlinge zusammen. Oft bleibt der Baum damit stehen, wo sonst nur die Fällung bliebe.

Wenn ein Zwiesel aufreißt

Viele große Bäume teilen sich irgendwo in zwei oder mehr Stämmlinge. Wächst diese Gabel eng zusammen, liegt zwischen den beiden Hälften oft eingeschlossene Rinde statt verbundenem Holz. So eine Stelle hält jahrzehntelang und reißt dann bei Nassschnee oder einer Böe auf. Was dabei herunterkommt, ist kein Ast, sondern ein halber Baum.

Das gleiche Bild bei langen, schweren Seitenästen über einem Carport, einem Spielplatz oder einer Zufahrt: Der Ast ist gesund, aber er ist zu lang und zu schwer für seinen Ansatz.

In beiden Fällen ist die Fällung selten die erste Antwort. Eine Kronensicherung verbindet die gefährdeten Teile miteinander, nimmt der Bewegung die Spitzen und hält im Fall der Fälle, was sonst herunterfiele.

Dynamisch halten, nicht festbinden

Der Regelfall ist die dynamische Sicherung. Ein dehnfähiges Gurtband wird hoch oben zwischen den Stämmlingen eingebaut, ohne den Baum anzubohren oder etwas hindurchzuziehen. Im Alltag hängt es locker, der Baum schwingt weiter wie vorher. Erst wenn die Bewegung zu weit geht, greift das Band und begrenzt sie.

Das ist wichtiger, als es klingt: Ein Baum, der sich bewegen darf, baut Holz genau dort an, wo er belastet wird. Eine Sicherung, die alles starr zusammenbindet, nimmt ihm diesen Reiz - er verlässt sich auf das Band und wird an der Stelle nicht stärker. Festgehalten wird deshalb nur dort, wo schon etwas eingerissen ist und sich nichts mehr bewegen darf. Dann kommt ein wenig dehnbares Seil zum Einsatz, und die Sicherung ist auf eine höhere Last ausgelegt.

Eingebaut wird weit oben, etwa auf zwei Dritteln der Höhe des gesicherten Stämmlings. Je höher der Ansatzpunkt, desto kleiner die Kraft, die das Band aufnehmen muss.

Wir bauen die Sicherung selbst ein, am Seil oder von der Arbeitsbühne aus, und arbeiten mit dem System Cobra. Welche Sicherung ein Baum braucht, hängt davon ab, was sie leisten soll. Soll ein Teil, das ausbrechen könnte, im Fall der Fälle oben gehalten werden, sichern wir statisch, sonst dynamisch. Wo es nötig ist, verbolzen wir auch: Eine Gewindestange durch den Zwiesel, rechts und links verschraubt, hält die Stämmlinge zusammen.

Warum die Behörde danach fragt

In Teltow-Fläming sind Bäume ab 60 Zentimetern Stammumfang geschützt, in Niedergörsdorf und sechs weiteren Gemeinden gilt zusätzlich eine eigene Baumschutzsatzung. Die Verordnung des Landkreises nimmt den Eigentümer dabei in die Pflicht: Geschützte Bäume sind zu erhalten, zu pflegen und vor schädigenden Einwirkungen zu schützen.

Für die Fällung heißt das: Geht von einem Baum eine Gefahr für Personen oder für Sachen von bedeutendem Wert aus, soll eine Ausnahme zugelassen werden - aber nur, wenn die Gefahr nicht auf andere Weise mit zumutbarem Aufwand beseitigt werden kann. Eine Kronensicherung ist genau so eine andere Weise. Wer eine Fällgenehmigung beantragt, ohne sie geprüft zu haben, bekommt die Frage zurück. Die Behörde kann außerdem ein Gutachten zum Zustand des Baums verlangen, und zwar auf Kosten des Antragstellers. Dafür vermitteln wir Sachverständige, mit denen wir zusammenarbeiten.

Umgekehrt spart eine Sicherung Geld, wo eine Genehmigung sonst mit einer Ersatzpflanzung oder einer Ersatzzahlung verbunden wäre. Der alte Baum bleibt stehen, und niemand muss drei junge dafür setzen.

Eine Sicherung ist keine einmalige Sache

Gurte und Seile altern durch Sonne, Frost und ständige Bewegung. Gleichzeitig wächst der Baum in die Dicke, sodass die Befestigung Spielraum braucht und nachgestellt werden muss. Deshalb gehört zu jeder Sicherung ein Wiedervorlagetermin: Bei der nächsten Baumkontrolle wird sie mit angesehen, nachgestellt und nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer ersetzt.

Eine Sicherung, an die nach dem Einbau nie wieder jemand gedacht hat, ist im Zweifel schlechter als keine - weil sich alle auf sie verlassen haben. Die Nachkontrolle übernehmen wir oder zuverlässige Partner, mit denen wir fest zusammenarbeiten. Wenn Sie einen Baum mit einer alten Sicherung übernommen haben und nicht wissen, wann sie eingebaut wurde, sehen wir sie uns an.

So läuft es ab

  1. Sie schicken uns ein Foto des Baums, möglichst eins von der Stelle, die Ihnen Sorgen macht.

  2. Wir sehen uns den Baum an und sagen Ihnen, ob eine Sicherung reicht, ein Schnitt nötig ist oder nur die Fällung bleibt.

  3. Reicht eine Sicherung, sagen wir Ihnen, welches System infrage kommt, wie viele Punkte nötig sind und was der Einbau kostet.

  4. Nach Ihrer Zusage bauen wir die Sicherung ein, am Seil oder von der Arbeitsbühne aus.

  5. Wir sagen Ihnen, wann die Sicherung wieder angesehen werden muss.

Wovon der Preis abhängt

  • Anzahl der zu sichernden Stämmlinge oder Äste
  • Höhe, in der eingebaut wird, und wie der Einbauort erreicht wird
  • Ob dynamisch gesichert wird oder statisch
  • Ob vorher geschnitten werden muss, um die Last zu verringern
  • Die spätere Kontrolle, meist als eigener Termin

Häufige Fragen

Wann reicht eine Sicherung, und wann muss der Baum weg?

Eine Sicherung hilft, wenn der Baum im Grundsatz gesund ist und die Gefahr von einzelnen Teilen ausgeht, etwa von einem aufgerissenen Zwiesel oder einem langen, schweren Seitenast. Sie hilft nicht, wenn der Stamm morsch, der Wurzelbereich zerstört oder die Standsicherheit weg ist. Das entscheidet sich am Baum, nicht am Foto.

Was ist der Unterschied zwischen dynamisch und statisch?

Eine dynamische Sicherung begrenzt die Bewegung, lässt dem Baum aber Spielraum. Er schwingt weiter, baut dadurch Holz an den belasteten Stellen auf und stabilisiert sich mit der Zeit selbst. Eine statische Sicherung hält fest und wird eingesetzt, wenn schon etwas eingerissen ist und sich nichts mehr bewegen darf. Die dynamische ist der Regelfall, die statische die Ausnahme.

Brauche ich für eine Kronensicherung eine Genehmigung?

Die Baumschutzverordnung verbietet, geschützte Bäume zu beseitigen, zu zerstören, zu beschädigen oder in ihrem Aufbau wesentlich zu verändern. Eine eingebaute Sicherung tut nichts davon, und die fachgerechte Durchführung von Erziehungs-, Pflege- und Aufbauschnitten fällt ausdrücklich nicht unter diese Verbote. Wird beim Einbau stärker geschnitten, kann das anders aussehen. Fragen Sie im Zweifel bei der zuständigen Stelle nach.

Hält eine Sicherung einen Sturm aus?

Eine Sicherung senkt das Risiko, sie schließt es nicht aus. Kein System gibt eine Garantie, und keines ersetzt die regelmäßige Kontrolle des Baums. Genau deshalb gehört zu jeder Sicherung ein Termin, an dem jemand wiederkommt und nachsieht.

Wie lange hält so eine Sicherung?

Nicht ewig. Gurte und Seile altern durch Sonne, Frost und Bewegung, und der Baum wächst in die Dicke, sodass die Befestigung nachgestellt werden muss. Deshalb haben die Systeme eine begrenzte Nutzungsdauer nach Angabe des Herstellers, und sie werden bei jeder Baumkontrolle mit angesehen und nach Ablauf gewechselt.

Wer sieht später nach der Sicherung?

Die Kontrolle übernehmen wir oder zuverlässige Partner, mit denen wir fest zusammenarbeiten. Am besten läuft sie mit der regelmäßigen Baumkontrolle.

Die Behörde verlangt ein Gutachten. Erstellen Sie das?

Wir arbeiten mit Sachverständigen zusammen und vermitteln Ihnen einen, der das Gutachten erstellt.

Sieht man die Sicherung vom Boden?

Kaum. Eingebaut wird weit oben, etwa auf zwei Dritteln der Höhe des gesicherten Stämmlings. Von unten erkennt man im belaubten Zustand meist nichts, im Winter ein dünnes Band zwischen zwei Stämmlingen.

Fragen zu Ihrem Objekt?

Rufen Sie an oder schreiben Sie uns, mit Adresse und ein paar Worten zur Fläche.

0171 67 52 549info@hanske-hgs.de

Fragen an Hanske

KI-Assistent, er kann sich irren. Ihre Eingaben gehen zur Beantwortung an Anthropic in den USA. Bitte geben Sie keine sensiblen Daten ein. Datenschutz

Fragen Sie in eigenen Worten, etwa: