Wenn keine Maschine an den Baum kommt
Manche Bäume stehen so, dass kein Fahrzeug in ihre Nähe kommt: im Hinterhof hinter einem schmalen Durchgang, zwischen zwei Häusern, hinter einer Hecke, über einer Sickergrube oder auf einem Boden, der kein Fahrzeug trägt. Dann bleibt der Weg nach oben über das Seil.
Der Kletterer steigt in die Krone, sichert sich dort und arbeitet von oben nach unten. Was er absägt, wird angeseilt und kontrolliert heruntergelassen. Am Boden steht jemand, der das Seil führt, die Fläche absichert und im Notfall helfen kann.
Seil oder Arbeitsbühne
Beides hat seinen Platz, und die Entscheidung fällt vor Ort. Für das Seil spricht, dass es keine Zufahrt und keine Aufstellfläche braucht und weder Rasen noch Pflaster belastet. Es ist auch dann der bessere Weg, wenn der Kletterer tief in die Krone hinein muss, wo ein Korb nicht hinkommt.
Für die Arbeitsbühne spricht Zeit. Von der Bühne geht vieles schneller, und wer einen ganzen Straßenbaum abtragen muss, ist damit oft in einem halben Tag fertig, wofür am Seil ein ganzer nötig wäre. Wo beides möglich ist, sagen wir Ihnen, was günstiger kommt.
Zwei Kletterer, nicht einer
Ein Punkt, nach dem Kunden selten fragen, der aber über Leben entscheidet: Bei Baumarbeiten am Seil müssen mindestens zwei ausgebildete und ausgerüstete Anwender in Ruf- und Sichtverbindung sein. Der Grund ist die Rettung. Wer oben in der Krone verunglückt, hängt im Gurt und kommt nicht allein herunter. Ihn zu bergen ist Sache der Kollegen, nicht der Feuerwehr - Rettungsdienste sind nicht in jedem Fall dafür ausgebildet und ausgerüstet, in Bäume zu steigen, und bis Hilfe von außen da wäre, verginge zu viel Zeit.
Deshalb hängt das Aufstiegsseil bis zum Ende der Arbeit im Baum, deshalb trägt jeder Kletterer ein Erste-Hilfe-Set am Gurt, und deshalb muss jeder Anwender ausgebildeter Ersthelfer sein. Wenn Sie ein Angebot vergleichen, ist die Frage, wer noch mitkommt, eine gute Frage.
Bei uns klettern ausgebildete Kletterer aus zuverlässigen Partnerbetrieben mit, mit denen wir fest zusammenarbeiten. Bei schwierigen Einsätzen ist Paul Hanske selbst dabei.
Ausbildung in zwei Stufen
Die Ausbildung für Baumarbeiten am Seil läuft in zwei Stufen. In der Stufe A lernt man, in den Baum zu kommen, sich darin zu bewegen und einen Verunfallten herunterzuholen. Erst danach folgt die Stufe B, das Arbeiten mit der Motorsäge im Seil. Dazwischen liegen 300 Einsatzstunden praktischer Klettertätigkeit, die schriftlich nachzuweisen sind, bevor man zum B-Lehrgang überhaupt zugelassen wird.
Paul Hanske hat die Stufe A. Für die Arbeit mit der Motorsäge im Seil arbeiten wir mit Kletterern zusammen, die die Stufe B haben.
Unsere Kletterausrüstung prüft einmal im Jahr ein Fachbetrieb aus Jüterbog.
Was wir von Ihnen brauchen
Ein Foto des Baums, gern eins vom Stammfuß und eins von der ganzen Krone, und eine Angabe zum Zugang: Wie breit ist das Tor, gibt es Stufen, müssen wir über ein Nachbargrundstück? Wenn Äste über einem Dach oder einem Wintergarten hängen, schreiben Sie es dazu. Danach können wir Ihnen meist schon sagen, ob am Seil oder von der Bühne gearbeitet wird und was es kostet.